Sibelco Deutschland

Tongrube Max wird in ein Biotop verwandelt

Rekultivierung - Es sind bereits genügend Erdmassen für die Verfüllung angeliefert  Laubfrosch_2

Wienau. Die Wienauer erinnern sich sicher noch an das emsige Treiben in der nahen Tongrube Max. Seit Mitte 2009 hat die Firma Sibelco Deutschland mit Sitz in Ransbach-Baumbach ihre Bemühungen intensiviert, die Verfüllung der etwa zehn Hektar großen Grube voranzutreiben. Wie der Wienauer Ortsvorsteher Ernst-Günther Wessler informiert, ist inzwischen genügend Erde angeliefert, um die Grube vollends zu verfüllen.

 
Blicken wir 16 Monate zurück: Zu Spitzenzeiten pendelten Tag für Tag zahlreiche mit Erdreich beladene Lastkraftwagen zur Grube und leer wieder zurück zu den Orten, wo sie das Material geladen hatten. Raupen mit breiten Schiebeschildern und Radlader mit großen Schaufeln machten sich auf dem Gelände der Grube daran, die Erdmassen zu schieben und die Grubenlandschaft Stück für Stück so zu modellieren, dass sie wieder wie das übrige Land um Wienau aussah.

Auch im Vorjahr liefen die Arbeiten. Mit Einbruch dieses Winters legte sich aber die Betriebsamkeit. Planmäßig, wie der Wienauer Ortsvorsteher Ernst-Günther Wessler informiert. Schließlich liegt genug Material an Ort und Stelle. Die Ruhe hält vorerst noch an, zumindest bis das Wetter es wieder zulässt, dass sich schweres Gerät über das Gelände bewegt. Ist das der Fall, will Sibelco Deutschland dafür Sorge tragen, dass die einstige Tongrube - wie mit der Kommune verabredet - ordentlich verfüllt und planiert ist.
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Mehr noch: Das Unternehmen aus dem Westerwaldkreis hat sich verpflichtet, im Frühjahr den Teil des Areals, der der Stadt Dierdorf gehört, als Biotop zu gestalten. Laut Ortsvorsteher Wessler beinhaltet der Plan ein Feuchtgebiet mit relativ geringer Wassertiefe, in dem sich neben typischen Pflanzen auch Frösche und andere Kleinlebewesen ansiedeln sollen. Zielvorstellung ist: Die Tongrube Max von einst ist dann nicht nur ein hübsches Stück Natur. Sie kann zudem Wienauern wie Besuchern zur Naherholung dienen. Denn rund um das Biotop befestigt Sibelco laut Wessler noch Wege. Vor diesem Hintergrund spricht Wessler von einer "sehr guten Kooperation zwischen Kommune und Firma". Der Teil des Grubengeländes, der den Märkern gehört, sieht einer anderen Nutzung entgegen: Wie Harald Pitzen bereits im Spätsommer 2009 erklärte, streben die Märker "landwirtschaftlich nutzbares Weideland" an.

Zur Erinnerung: Ursprünglich sollte die Rekultivierung bereits im Jahr 2003 abgeschlossen sein. Allerdings scheiterte das Vorhaben laut Sibelco daran, dass sich zu dieser Zeit drei weitere Tagebaue in der Verfüllungsphase befunden hätten. Die Folge: Es sei zu jener Zeit schwierig gewesen, an ausreichend Material zum Verfüllen zu kommen. 

Quelle: Westerwälder Zeitung, 26.01.2011