Sibelco Deutschland

WBB Fuchs wird jetzt zu Sibelco

Westerwälder Tonbergbau-Unternehmen richtet sich strategisch neu aus - In diesem Jahr 6,5 Millionen Euro investiert. Die WBB Fuchs GmbH & Co. KG, die plastische Tonerden und Kaoline für die Keramikindustrie verarbeitet, richtet sich strategisch neu aus: Mit dem Jahreswechsel firmiert das Unternehmen unter Sibelco Deutschland.

Aus WBB Fuchs wird Sibelco Deutschland: Das traditionsreiche Ransbach-Baumbacher Unternehmen WBB Fuchs GmbH & Co. KG mit knapp 270 Mitarbeitern wird zum 1. Januar 2009 den neuen Namen Sibelco Deutschland annehmen. Firmensitz und Betriebsstandorte sowie alle bekannten Ansprechpartner bleiben von der Änderung des Firmennamens unberührt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Gleichzeitig mit der Umbenennung teilte Geschäftsführer Frank Schäfer in einem Gespräch mit der Westerwälder Zeitung mit, dass die für zwei Millionen Euro erstellte neue "Mischanlage Petschmorgen" am Standort in Moschheim zu Beginn des neuen Jahres den Betrieb aufnehmen werde. In Moschheim nutze man die Infrastruktur des vorhandenen Bahnanschlusses, erläuterte Schäfer, damit bekomme man weiteren Lkw-Verkehr von der Straße. Insgesamt hat das Tonbergbau-Unternehmen im Jahr 2008 rund 6,5 Millionen Euro investiert. "Antizyklisch kann man sagen", erklärte Schäfer.

Seit vielen Jahren ist das in Deutschland marktführend operierende Westerwälder Unternehmen für keramische Rohstoffe Mitglied von Sibelco. Als weltweit bekannte Firmengruppe vereint Sibelco eine Vielzahl führender Anbieter von Industriemineralen und deren Markenprodukte unter ihrem Dach. Die neue Identität sei ein weiterer Schritt in Richtung eines international einheitlichen Auftretens von Sibelco mit dem Ziel, allen Kunden ein erweitertes Spektrum an Rohstoffen zu bieten, unterstützt durch ein noch leistungsfähigeres Netzwerk an technischer Kompetenz und neuen logistischen Möglichkeiten weltweit, heißt es in der Mitteilung weiter.

Schäfer ist sich sicher, dass die Zusammenarbeit künftig noch stärker sein wird: "Der Austausch von Know-how wird gefordert und gefördert." Künftig werde es noch bessere Möglichkeiten für Komplett- und Paketlösungen geben. "Das Zentrallabor in Ruppach-Goldhausen wird innerhalb der Firmengruppe zu einem Kompetenzzentrum Keramik ausgebaut", kündigte Frank Schäfer an. Zum Kerngeschäft von Sibelco Deutschland werde auch künftig die Gewinnung, Aufbereitung und Veredelung von Mineralen wie Quarzsand, Ton, Kaolin und Feldspat gehören.

Auch künftig sei es das Ziel des Unternehmens und aller Mitarbeiter, so Schäfer gegenüber der WZ, die Auswirkungen der Abbautätigkeit auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Rekultivierung und Wiederherstellung von Tagebaubereichen nach Vollendung des Abbaus sei ein fundamentaler Teil des Bergbaus und erfolge auch unter der neuen Firmierung in enger Abstimmung mit Gemeinden und Behörden.

Zu den wirtschaftlichen Aussichten äußerte sich Schäfer zurückhaltend: "Es ist schwierig, Prognosen abzugeben. Wir hoffen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung auch Impulse für die Bauwirtschaft bringen."

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 31. Dezember 2008, Seite 14.